Über das Viktoriabad
Ein kultureller Begegnungsort im Zentrum Bonns
Das Viktoriabad verkörpert mehr als ein Jahrhundert Bonner Stadtgeschichte. 1906 als erstes Hallenbad der Stadt eröffnet, markierte das „Victoriabad“ im Stil der Neurenaissance einen bedeutenden Meilenstein in der städtischen Entwicklung und der sozialen Infrastruktur. Die aufwendige Ausstattung mit Marmor, kunstvollen Kacheln und prächtigen Malereien zeugte vom Anspruch, allen Bevölkerungsschichten einen qualitätsvollen Badeort zu bieten.
An der Stelle des zerstörten historischen Gebäudes wurde 1971 das in sachlicher Architektur gehaltene neue Viktoriabad eröffnet. Schmuckstück ist die 30 Meter lange Fassade zum Belderberg, die aus rund 300 Kunstharzscheiben besteht. Die Wellen und Formen in Blau-, Rot- und Gelbtönen stellen eine nordische Geysir-Landschaft dar. Das Kunstharzfenster von Wilhelm Jungherz aus dem Bauatelier Gottfried Böhm steht unter Denkmalschutz. Das Viktoriabad behielt als städtisches Hallenbad im Zentrum Bonns seine identitätsstiftende Bedeutung für das Quartier.
Die Schließung des regulären Badebetriebs 2010 läutete eine Phase des Leerstands ein, die gleichzeitig neue Möglichkeiten der Raumnutzung eröffnete. Das erfolgreiche Bürgerbegehren „Viva Viktoria!“ von 2015 verhinderte den Abriss und demonstrierte das zivilgesellschaftliche Engagement für den Erhalt dieses kulturhistorisch bedeutsamen Ortes.
Die ViktoriaWelle will das leerstehende Viktoriabad wieder mit kulturellem Leben füllen.
Die historische Schwimmhalle
Die ehemalige Schwimmhalle bildet das Herzstück des kulturellen Angebots. Mit ihrer beeindruckenden Fensterfront und der besonderen Raumakustik bietet sie einen außergewöhnlichen Rahmen für öffentliche Veranstaltungen.
- 1906: Eröffnung als erstes Bonner Hallenbad – ein bedeutender Meilenstein in der städtischen Entwicklung
- 1971: Eröffnung des neuen Viktoriabades
- 2010: Schließung des regulären Badebetriebs und Beginn der Leerstandsphase
- 2015: Das erfolgreiche Bürgerbegehren „Viva Viktoria!“ verhindert den Abriss und ebnet den Weg für alternative Nutzungskonzepte
- 2024/2025: Start des Projekts ViktoriaWelle zur kulturellen Zwischennutzung durch den Viktoriabad-Bonn e.V.
ViktoriaWelle
Als bewusst offener Raum konzipiert, steht das Viktoriabad ausschließlich für gemeinwohlorientierte und öffentlich zugängliche Veranstaltungen zur Verfügung.
Die Bandbreite möglicher Veranstaltungsformate reicht von Ausstellungen und Kunstinstallationen über Theateraufführungen und Konzerte bis hin zu Vortragsveranstaltungen, Workshops und experimentellen Formaten. Das kleinere Lehrschwimmbecken ergänzt das Raumangebot und eignet sich besonders für intimere oder dialogorientierte Veranstaltungen.
Die architektonischen Gegebenheiten prägen dabei maßgeblich die Gestaltung der kulturellen Angebote und schaffen einen unverwechselbaren Rahmen für künstlerische und gesellschaftliche Experimente.
Geeignete Veranstaltungsformate sind:
- Ausstellungen und Kunstinstallationen
- Theateraufführungen und Performances
- Konzerte (unter Berücksichtigung der akustischen Gegebenheiten)
- Vortragsveranstaltungen und Lesungen
- Workshops und Seminare
- Filmvorführungen
- Tanzveranstaltungen
- Kleinkunst und experimentelle Formate
Weiterführende Informationen
Eine umfassende Dokumentation zur Geschichte, Architektur und Entwicklung des Viktoriabades findest du unter www.viktoriabad.de.
